Mit dem vollständigen Umzug aus einem Bestandsgebäude in das neu errichtete Tichelhaus beginnt für O₂ Telefónica ein neuer Abschnitt am Standort Hamburg. Dieser Wechsel markiert nicht nur einen räumlichen, sondern auch einen kulturellen Neuanfang. Alle Mitarbeitenden wurden frühzeitig in den Change-Prozess eingebunden – mit dem Ziel gemeinsam eine neue Arbeitswelt zu gestalten.
Change of Perspective
Die Begegnung von hanseatischer Gelassenheit und digitaler Konzernidentität formt ein räumliches Narrativ, das zwischen Herkunft und Zukunft vermittelt. Der neue Standort verkörpert „das volle Hamburg“ – ein Ort, an dem Konzernstrukturen auf hanseatische Leichtigkeit treffen: offen, identitätsstiftend und mit Stolz auf Stadt und Unternehmen.
Kunde:
O₂ Telefónica
Standort:
Hamburg
Quadratmeter:
7500qm
Fertigstellung:
2025
Fotos:
Andreas Graf
Lukas Schramm
Die acht Geschosse des Gebäudes gliedern sich in vier klar definierte Funktionsbereiche. Diese Struktur ermöglicht eine intuitive Orientierung, eine sinnvolle Raumabfolge und spannende Blickbeziehungen – verbunden mit unterschiedlichen Graden an Privatheit und Aufenthaltsqualität.
Der imposante Eingangsbereich fungiert als Schnittstelle der Zonen und transportiert das übergreifende Konzept bereits beim Betreten des Gebäudes nach außen. Er vermittelt zwischen Stadt, Netzwerk, Wasser und Hafen – und damit zwischen den Identitäten von O₂ Telefónica und Hamburg.
Fokus & Arbeitsplatz – Die Stadt-Zonen sind dem individuellen Arbeiten gewidmet.
Die ‚Me-Zone‘ bildet die Grundlage für den Arbeitsalltag.
Homebases, welche den einzelnen Teams zugeordnet werden, bilden die Basis des Arbeitsplatzkonzepts, welches auf die prozentuale Anwesenheit der Mitarbeitenden im Büro ausgelegt ist. Ergänzt werden diese durch Fokusarbeitsplätze, Teambüros und temporär nutzbare Einzelbüros.
Inhaltlich und gestalterisch wird das Thema „Stadt“ aufgegriffen: Die charakteristischen Tichel- und Ziegelfassaden Hamburgs spiegeln sich in rostfarbenen Tönen, Steinoberflächen und strukturellen Elementen wider – ein architektonisches Zitat des städtischen Kontexts, das die Arbeitswelt in einen vertrauten, zugleich urbanen Rahmen stellt.
Akustisch wirksame Rückzugsräume, ermöglichen sich aus dem lebendigen Arbeitsumfeld zurückzuziehen um konzentriert und ungestört zu arbeiten. Durch bewusst eingesetzte Oberflächen entsteht eine gedämpfte Akustik, die Ruhe und Klarheit fördert.
Fokusarbeitsplatz
Kommunikation & Austausch –
Die Netzwerk-Zonen dienen der Kommunikation – in Form von vielfältigen Meetingräumen, Besprechungsräumen und Telefonzellen.
Unter dem gestalterischen Leitmotiv „Netzwerk“ wurden die CI-Blautöne von O₂ Telefónica bewusst plakativ eingesetzt: Vorhänge, Wände und Bodenbeläge bilden Farbflächen, welche durch monochrome Möbel ergänzt werden. Durch Wandöffnungen und transluzente Flächen entstehen spannende Blickachsen und Sichtbezüge, sodass aus jedem Blickwinkel – im Sinne eines Perspektivwechsels – ein neuer Raumeindruck entsteht.
Die Räume der WE-Zone sind Identifikationsorte mit der Marke O₂ Telefónica.
Ergänzt werden die Kommunikationsräume durch die 'FreiRäume' – flexibel nutzbare Räume, welche durch modulare Elemente gestaltbar und flexibel veränderbar sind.
Im Sitzpodest werden Bestandssofas neu inszeniert.
Flexible Schreiftafeln – Ein Zitat an herkömmliche Post-Its – können wandhängend oder auf dem dafür enworfenen Tisch genutzt werden.
Durch flexible Whitboardwände kann ein beschreibbarer Raum generiert werden der zur kreativen Arbeit anregt.
Grundriss Tichelhaus 6. Obergeschoss
Je nach Ausstattung eignen sie sich als Projekträume, Trainingsräume, Vortragsräume oder Meetingräume für größere Gruppen. In den markenspezifischen Akzentfarben werden alle Objekte hervorgehoben, welche im Raum veränderbar und bewegbar sind.
Rückzug & Begegnung – PLUS-Zonen schaffen Raum für Pausen, Austausch und Veranstaltungen.
Thematisch und gestalterisch sind sie dem Element Wasser zugeordnet – eine Referenz an den angrenzenden Fleet. Nachhaltigkeit und Erholung stehen hier im Mittelpunkt.
Flexible, eigens entwickelte Wellenmodule dienen als Sitzgelegenheiten, Theken oder kleine Bühnen. In Kombination mit einer raumgreifenden Akustikinstallation in Wellenform entsteht ein visuelles und funktionales Spannungsfeld zwischen Boden und Decke, das die Weite der Räume aufgreift und emotional auflädt.
Infrastruktur & Versorgung –
Die Servicezonen stehen unter dem Leitbild Hafen.
Sichtbeton, metallische Oberflächen und kranartige Regalsysteme geben diesen Bereichen eine funktionale Robustheit und verankern das Gebäude sinnbildlich am Wasser.
Großzügige Teeküchen bieten die erste Anlaufstelle für die Mitarbeitenden. Sie bieten Platz für spontane Kommunikation zu Beginn und während des Arbeitsalltags.
In Erweiterung der Flurzone werden Druckstation, Ablage, Spinde und Rückzugs- bzw. Besprechungseinheiten miteinander vereint.
Sonderfunktionen, wie Betriebsarzt oder interner IT-Service ergänzen das Servicangebot.
Grundriss 1. Obergeschoss
Der neue Standort von O₂ Telefónica ist mehr als ein Arbeitsort – es ist ein Ort des Wandels, des Ankommens und der Identifikation. Die Gestaltung vereint funktionale Klarheit mit emotionaler Tiefe und schafft ein Umfeld, das die Menschen, die Marke und den Standort gleichermaßen ins Zentrum stellt.